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Homeland (Fernsehserie)
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Homeland ist eine von 2011 bis 2020 ausgestrahlte US-amerikanische Fernsehserie, die Elemente des Psycho- sowie Agententhrillers enthĂ€lt und aus acht zwölfteiligen Staffeln besteht. Zu ihren Schöpfern gehören Howard Gordon und Alex Gansa, die dafĂŒr die israelische Serie Hatufim â In der Hand des Feindes adaptierten. Davor waren sie maĂgeblich an der thematisch Ă€hnlichen Thrillerserie 24 beteiligt. Der Serientitel spielt auf das 2001/2002 geschaffene Department of Homeland Security an.
Protagonistin der Serie ist die mit einer bipolaren Störung lebende Geheimagentin Carrie Mathison, die anfangs fĂŒr den Auslandsgeheimdienst CIA tĂ€tig ist und sich in weltweiten Missionen fĂŒr die Abwehr von Terrorismus einsetzt. Zu den Themen der Serie gehören islamistischer Terrorismus, SchlĂ€ferzellen, Drohnenangriffe und Informationskriege. Kritiker haben die Auseinandersetzung der Hauptfigur mit dem internationalen Terror gleichnishaft fĂŒr die Situation der US-Gesellschaft nach den TerroranschlĂ€gen vom 11. September 2001 beschrieben.
Die Kritiken fĂŒr die ersten beiden Staffeln waren ĂŒberwiegend positiv, oft begeistert. Alex Gansa als Showrunner wurde zugutegehalten, mit der sechsten Staffel auf Negativkritik reagiert zu haben, der zufolge vorherige Staffeln von Islamfeindlichkeit und Rassismus geprĂ€gt seien. WĂ€hrend die Serie in den USA zu den erfolgreichsten ihres Senders, dem Bezahlfernsehsender Showtime, gehört, wurde sie bei der deutschen Sendergruppe ProSiebenSat.1 Media zunehmend zu einem Misserfolg. Die Serie erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter Primetime Emmy Awards und Golden Globe Awards, unter anderem in der Kategorie Beste Dramaserie. Die Episoden der fĂŒnften Staffel wurden in Berlin und Umgebung gedreht. Homeland ist damit die erste Serie in der Geschichte des US-Fernsehens, fĂŒr die eine ganze Staffel in Deutschland gedreht wurde.
Contents
âą Vorspann
âą Inhalt
âą Ăberblick
âą Figuren
âą Handlung
âą Entstehung
âą Idee und Stab
âą Konzeption
âą Dreharbeiten
âą Auszeichnungen
âą Romane
âą Literatur
âą Weblinks
âą Einzelnachweise
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Vorspann
Der etwa anderthalbminĂŒtige Vorspann ist eine Collage aus Jump Cuts, Archivmaterial und sich ĂŒberlagernden Bildern, Einstellungen und Tönen. Es sind markante Bild- und Tonsequenzen aus der RealitĂ€t, aber auch aus den Episoden enthalten. Zu den Sequenzen im Vorspann der ersten drei Staffeln gehören Terrorwarnungen aus den Medien und von hochrangigen US-Politikern, angefangen bei Ronald Reagan ĂŒber Bill Clinton bis hin zu Barack Obama, sowie Bilder vom Einsturz des World Trade Centers durch die TerroranschlĂ€ge vom 11. September 2001. Der Vorspann erzĂ€hlt die Hintergrundgeschichte der Hauptfigur Carrie Mathison als eine Art von schnellem Traum und macht dabei mit einem Zitat von ihr deutlich, dass sie zwar darin gescheitert sei, jene TerroranschlĂ€ge zu verhindern, dass sich aber etwas Derartiges nicht wiederholen dĂŒrfe:cite-ref-gould-2-0[2]cite-ref-3[3]
âIâm just trying to make sure we donât get hit again⊠I missed something once and canât⊠wonât let it happen again.â
âIch versuche nur sicherzustellen, dass wir nicht erneut getroffen werden ⊠Ich habe einst etwas versĂ€umt und kann ⊠werde es nicht erneut geschehen lassen.â
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Carrie Mathison im Vorspann der Staffeln 1 bis 3
Nach der dritten Staffel wird der Vorspann staffelweise variiert, jeweils angepasst an die â der RealitĂ€t entlehnten â Themen der betreffenden Staffel. Zum Beispiel sind das in der vierten Staffel der Einsatz von US-Drohnen ĂŒber Pakistan oder Afghanistan und in der fĂŒnften Staffel die vom Islamischen Staat ausgehende Gefahr.
Der Vorspann bezieht sich auch auf den griechischen Mythos vom Minotaurus im Labyrinth, das hier als Irrgarten erscheint, in dem sich Carrie und â in den ersten drei Staffeln â ihr Ziel Nicholas Brody befinden. Carrie wird in dem Irrgarten auch als Kind gezeigt, das die Maske des Minotaurus trĂ€gt.cite-ref-gould-2-1[2] In der Literatur gibt es unterschiedliche Interpretationen zur Bedeutung dieses Bezugs. Zum Beispiel lĂ€sst sich das Labyrinth als ReprĂ€sentation von Carries aufgeregtem Geist verstehen, das ihr wegen ihrer bipolaren Störung teils schmerzhafte Streiche spielt. Von einer anderen Rezensentin wurde die Maske als Symbol fĂŒr Carries Doppelgesichtigkeit gedeutet, die vordergrĂŒndig eine furchtlose Erwachsene ist, in der sich offensichtlich aber ein verletzliches Kind verbirgt. Carrie wurde von der Mutter verlassen und von einem Vater aufgezogen, der wie sie an einer bipolaren Störung litt.cite-ref-5[5]
Inhalt
Ăberblick
Ăberwiegend aus der Sicht der anfĂ€nglichen CIA-Agentin Carrie Mathison und anderer US-amerikanischer Protagonisten erzĂ€hlt, handelt die Serie von den BemĂŒhungen um den Schutz der Vereinigten Staaten vor terroristischen Angriffen und vor politischer Einflussnahme auslĂ€ndischer MĂ€chte. Zentrale wiederkehrende Elemente der Handlung sind die Ermittlungen zum Aufdecken von Verschwörungen gegen die USA und zum Enttarnen und Stoppen von feindlichen Agenten. Auch gehört dazu das eigene Einschleusen von Agenten in feindliche Organisationen, verbunden mit entsprechenden verdeckten Ermittlungen und Ăberwachungsaktionen auch in privaten Lebensbereichen. Es geht um Konflikte zwischen der CIA und Nachrichtendiensten anderer Staaten, darunter dem israelischen Mossad, dem deutschen BND, dem pakistanischen ISI und den russischen Diensten SWR und GRU. Als Feinde erweisen sich Personen teilweise aus diesen Diensten, teilweise aus US-amerikanischen Organisationen, teils aber auch aus islamistischen Vereinigungen wie der al-Qaida, den Taliban oder dem Islamischen Staat.
Figuren
Carrie Mathison, zu Beginn der Serie etwa zwischen 30 und 40 Jahren alt, ist in den ersten vier Staffeln, mit Unterbrechungen, als Agentin fĂŒr die CIA tĂ€tig. In der ersten Staffel wird deutlich, dass die hohen AnsprĂŒche, die sie an sich und ihre Arbeit hat, und ihre Wut darĂŒber, die TerroranschlĂ€ge vom 11. September 2001 nicht vorhergesehen oder verhindert zu haben, dafĂŒr verantwortlich sind, dass sie sich von ihren Kollegen, Freunden und Familienangehörigen entfremdet hat.cite-ref-6[6] Am Ende der vierten Staffel wendet sie sich von der CIA ab und arbeitet fortan fĂŒr verschiedene, darunter auch gemeinnĂŒtzige Organisationen und tritt verstĂ€rkt als Privatperson auf, wenngleich sie teils auch CIA-Interessen verfolgt. Seit ihrem 22. Lebensjahr weiĂ sie, dass sie eine bipolare Störung hat. Um die Symptome dieser Krankheit einzudĂ€mmen bzw. zu unterdrĂŒcken, nimmt sie Medikamente ein, zu denen bis zur siebten Staffel vor allem Clozapin gehört. Sie verbirgt ihre Krankheit vor ihren Vorgesetzten, nur enge Vertraute wissen bzw. erfahren davon. Die Medikamente lĂ€sst sie sich von ihrer Schwester Maggie, einer Ărztin, verschreiben. Manchmal kommt es vor, dass berufliche Gegenspieler von ihrer Krankheit erfahren und ihr wichtige Medikamente vorenthalten, um ihr zu schaden. Carrie leidet dann wechselnd an manischen und depressiven Episoden, die sie bei ihrer Arbeit stark behindern.
Wenn es die Situation zu erfordern scheint, lĂ€sst Carrie zum Ausspionieren, zum Ăberwachen oder zum Vertrauensgewinn von Zielpersonen es auch zu, dass diese intime Beziehungen zu ihr aufbauen, oder sie forciert solche Beziehungen selbst. Beispiele dafĂŒr sind Carries Beziehungen zu einem pakistanischen Studenten in der vierten Staffel und zu einem mutmaĂlichen russischen Agenten in der siebten Staffel. Ein anderes Beispiel ist ihr VerhĂ€ltnis mit Nicholas Brody in den ersten drei Staffeln, aus dem die Tochter Franny hervorgeht, welche in der Pause zwischen der dritten und vierten Staffel geboren wird. Carrie hat in der Folge anhaltende Schwierigkeiten, ihren Beruf und ihre Krankheit mit der FĂŒrsorge fĂŒr ihre Tochter zu vereinbaren. Aus diesem Grund lĂ€sst sie das Kind oft bei Maggie.
Saul Berenson ist zu Serienbeginn der Leiter der CIA-Abteilung fĂŒr den Mittleren Osten. Er ist Mentor, Freund und anfangs Vorgesetzter von Carrie, die er fĂŒr die CIA angeworben hatte, als sie noch Studentin war. Zu Beginn der dritten Staffel leitet er die CIA, gegen Staffelende verlĂ€sst er sie und tritt in der vierten Staffel als privater Berater der US-Regierung in nahöstlichen Angelegenheiten auf. Mit Beginn der fĂŒnften Staffel ist er wieder fĂŒr die CIA tĂ€tig, nunmehr als Leiter der Abteilung fĂŒr europĂ€ische Angelegenheiten. In den letzten beiden Staffeln ĂŒbt er das Amt des Nationalen Sicherheitsberaters der Vereinigten Staaten aus. Auch sein Privatleben leidet unter seiner Arbeit, sodass seine Ehe zerbricht. Er und Carrie sind die einzigen Figuren, die in allen Episoden auftreten.
Nicholas Brody ist ein US-Marine-Sergeant, der acht Jahre vor Serienbeginn von irakischen StreitkrĂ€ften gefangen genommen und danach an den al-Qaida-Kommandanten Abu Nazir verkauft wurde. In dessen Haft wurde er jahrelang gefoltert und psychisch im Sinne Nazirs beeinflusst. Durch einen von US-Seite befohlenen Drohnenangriff, durch den wĂ€hrend seiner Gefangenschaft ein befreundeter Junge und Dutzende weiterer Menschen starben, erlitt er ein Trauma. Es ist verantwortlich fĂŒr seine innere Wandlung hin zu einem AttentĂ€ter, der sich an den USA mit einem Anschlag fĂŒr die erlittenen Schmerzen rĂ€chen möchte. Mit einer Posttraumatischen Belastungsstörung kehrt er dorthin und zu seiner Familie zurĂŒck, zu der neben seiner Ehefrau Jessica die jugendlichen Kinder Dana und Chris gehören. In der dritten Staffel stirbt er. Aus seiner auĂerehelichen Beziehung mit Carrie geht seine Tochter Franny hervor, die erst nach seinem Tod geboren wird.
Dar Adal ist ebenfalls ein hochrangiger, schon lange mit Saul Berenson bekannter CIA-Mitarbeiter, der beruflich nicht selten andere Strategien verfolgt als Saul und Carrie. WĂ€hrend er in den frĂŒhen Staffeln auf verdeckte Operationen spezialisiert ist und sich auch persönlich stets im Hintergrund hĂ€lt, steigt er im spĂ€teren Verlauf der Serie immer höher in der CIA-Hierarchie auf.
Peter Quinn ist ein CIA-Geheimagent und professioneller Killer, der von der zweiten bis sechsten Staffel zur Handlung gehört und Carrie oft beschĂŒtzt. Als Waisenkind in einer Pflegefamilie aufgewachsen, wurde er schon als Jugendlicher durch die CIA rekrutiert und â angeleitet von Dar Adal â als SAD-Soldat ausgebildet. Auch wegen dieser Erfahrungen hat er Schwierigkeiten, zwischen persönlichem Glauben und seinen Berufspflichten zu unterscheiden.cite-ref-7[7] In der fĂŒnften Staffel durch Giftgas schwer verletzt, fĂ€llt er in ein Koma. Als Folge davon ist er in der sechsten Staffel physisch und psychisch angeschlagen. Selbstlos rettet er am Staffelende die designierte US-PrĂ€sidentin vor dem Tod, wird dabei aber selbst erschossen.
Handlung
Staffel 1
Zu Beginn der ersten Staffel wird der seit 2003 im Irak vermisste und mittlerweile totgeglaubte, kriegsgefangene US-Marinesoldat Nicholas Brody durch eine US-Spezialeinheit befreit und in den USA als Held empfangen. Carrie erhĂ€lt den Hinweis eines Informanten, dem zufolge ein Amerikaner in Gefangenschaft âumgedrehtâ â das heiĂt von der Ideologie und den Absichten der feindlichen Seite ĂŒberzeugt â worden sei, und nimmt an, dass Nicholas dieser Mann sei, weshalb sie ihn â trotz fehlender Genehmigung â auch in seinem Wohnhaus elektronisch ĂŒberwacht. Die Staffel dreht sich um die Frage, ob Nicholas tatsĂ€chlich ein âSchlĂ€ferâ ist, der fĂŒr den al-Qaida-Terroristen Abu Nazir arbeitet, oder doch ein Held, und in diesem Zusammenhang um Carries GlaubwĂŒrdigkeit, die als einzige von ersterem ĂŒberzeugt ist. In RĂŒckblenden wird deutlich, dass Nicholas ĂŒber die Zeit seiner Gefangenschaft zunĂ€chst nicht die ganze Wahrheit gesagt hat. So erfĂ€hrt der Zuschauer etwa, dass Nicholas entgegen frĂŒheren Behauptungen Nazir kennt und glĂ€ubiger Muslim geworden ist. Der Tod von Nazirs Sohn und anderen Kindern bei einem fehlgeleiteten Drohnenangriff, den der US-VizeprĂ€sident Walden angeordnet hat, wird fĂŒr Nazir zum Anlass, Nicholas in Amerika einen Selbstmordanschlag auf Walden planen zu lassen, den dieser aber letztlich nicht verwirklicht. In einem anderen Handlungsstrang geht es um die Beziehung von Nicholas zu seiner Ehefrau, die sich wĂ€hrend seiner Abwesenheit in einen seiner besten Freunde verliebt hat.
Staffel 2
Die zweite Staffel spielt sechs Monate nach dem Ende der ersten. Carrie setzt mit Sauls Hilfe die Jagd auf den TerroristenfĂŒhrer Abu Nazir fort. Nicholas ist inzwischen Kongressabgeordneter, den der US-PrĂ€sidentschaftskandidat Walden als Kandidaten fĂŒr die kĂŒnftige VizeprĂ€sidentschaft gewinnen möchte. WĂ€hrend er insgeheim in Diensten von Nazir und al-Qaida steht, wird er von Carrie und Saul mit Peters Hilfe als Doppelagent angeworben, als welcher er beim Ausspionieren Nazirs und dem Verhindern eines geplanten Terroranschlags hilft. Das Zusammenleben mit ihrem Ehemann wird fĂŒr Jessica zunehmend schwierig; sie ringt aber darum, ihr Familienleben intakt zu halten. Carrie vereitelt, dass Dana einen von Waldens Sohn verursachten Verkehrsunfall an Walden meldet, um die fĂŒr Nazir wichtige NĂ€he von Nicholas zu Walden nicht zu gefĂ€hrden. Nazir droht Carrie umzubringen und zwingt Nicholas mit diesem Druckmittel, Walden zu töten. Nach dem Mord kann ein SWAT-Team der CIA Nazir töten. Saul steht in einem Konflikt mit CIA-Direktor Estes, der Quinn beauftragt, Nicholas zu töten. Auf die Teilnehmer der Gedenkfeier fĂŒr Walden verĂŒbt die al-Qaida einen Autobombenanschlag, bei dem Estes und Hunderte weitere Menschen sterben und fĂŒr den die Terrororganisation Nicholas öffentlich die Schuld anhĂ€ngt. Daraufhin flieht er mit der Hilfe von Carrie, mit der er inzwischen eine sexuelle Beziehung begonnen hat, nach Kanada.
Staffel 3
Zu Beginn der dritten Staffel fĂŒhrt Carrie mit Sauls Hilfe eine geheime Operation durch, in deren Rahmen sie vor dem Senatsausschuss bloĂgestellt und daraufhin in eine psychiatrische Klinik eingewiesen wird, um den hochdekorierten iranischen Geheimdienstoffizier Majid Javadi zu ködern. Dieser soll in die USA gelockt werden, damit man ihn als Doppelagenten wieder in den Iran schicken kann. Unterdessen hat Carrie Nicholas dabei geholfen, sich nach Venezuela abzusetzen, um nicht wegen des Bombenattentats in Langley belangt werden zu können. Im Hochhaus âTurm des Davidâ in Caracas erholt er sich von einer Schusswunde. SpĂ€ter reist Saul mit dem auf Brody ausgesetzten Kopfgeld von zehn Millionen US-Dollar nach Caracas, um Nicholas zurĂŒckzuholen. Er will Nicholas in den Iran einschleusen, um den Kommandeur der Iranischen Revolutionsgarde, Akbari, zu töten, sodass Javadi dessen Position einnehmen kann. Damit Javadis Chancen zur Beförderung erhöht werden und seine Situation im Iran nicht gefĂ€hrdet wird, lĂ€sst der neue CIA-Direktor Andrew Lockhart auf direkten Befehl des US-PrĂ€sidenten den von Saul und Carrie zuvor ersonnenen Fluchtplan aufheben. Zudem lĂ€sst er es zu, dass Nicholas fĂŒr den Mord an Akbari getötet wird. Carrie, mittlerweile von Nicholas schwanger, beobachtet vor Ort, wie er öffentlich gehĂ€ngt wird.
Staffel 4
In der vierten Staffel, deren Hauptschauplatz Islamabad ist, versucht die CIA, den Terroristen, Taliban-FĂŒhrer und USA-Feind Haissam Haqqani zu ergreifen, wĂ€hrend Carrie versucht, den Grund fĂŒr die Ermordung des bisherigen CIA-Stationsleiters herauszufinden. Mit Quinns Hilfe entdeckt sie, dass fĂŒhrende Mitglieder des pakistanischen Geheimdienstes ISI mit Haqqani kooperieren und dazu auch Informationen nutzen, die ihnen der korrupte Ehemann der US-Botschafterin liefert. Haqqani lĂ€sst Saul entfĂŒhren und erpresst als Gegenleistung fĂŒr seine Freigabe die Freilassung von fĂŒnf Taliban aus US-Gefangenschaft. Zudem infiltriert er, ebenfalls mit ISI-Hilfe, die US-Botschaft in Islamabad, wobei etliche Menschen sterben, und bemĂ€chtigt sich dabei zielgemÀà einer Liste von Informanten der CIA unter den Taliban. Das Geschehen veranlasst den US-PrĂ€sidenten, die diplomatischen Beziehungen mit Pakistan abzubrechen. Sauls Rolle beim folgenden Abkommen der CIA mit Haqqani, bei dem er fĂŒr seine Zusage, nicht lĂ€nger Terroristen in Afghanistan Schutz zu bieten, von der Todesliste der CIA genommen wird, belastet Carries Beziehung zu Saul so sehr, dass sie sich von ihm abwendet.
Staffel 5
Die fĂŒnfte Staffel spielt fast zwei Jahre nach der vierten Staffel und hauptsĂ€chlich in Berlin, wo Carrie nunmehr fĂŒr eine philanthropische Stiftung arbeitet. Beim Einbruch auf CIA-Server gelangen Berliner Hacker unbeabsichtigt an Geheimdokumente, mit denen Carrie als Einzige die Möglichkeit hĂ€tte, eine russische Agentin in CIA-Diensten zu enttarnen, und spielen sie der Presse zu. Um die Enttarnung zu vereiteln, lĂ€sst der russische Geheimdienst durch ihre Agentin Carries Namen auf eine Todesliste der CIA setzen, die Saul durch Quinn abarbeiten lĂ€sst. Quinn jedoch verschont Carrie und hilft ihr, ihren Tod vorzutĂ€uschen. Carrie entdeckt, dass es sich bei der Agentin um die jetzige Berliner CIA-Stationschefin handelt. Diese versucht zunĂ€chst, ihren Verrat auf ihren bisherigen Liebhaber Saul abzuwĂ€lzen â wodurch es zu Komplikationen zwischen der CIA und dem Mossad kommt â und wird schlieĂlich von der CIA erschossen. Unterdessen lernt Quinn zufĂ€llig eine Gruppe Dschihadisten kennen, in die er sich einschleust, um sie auszuspionieren. Die Dschihadisten nutzen ihn als Testperson fĂŒr die Wirkung des Giftgases Sarin, mit dem sie in Berlin einen Anschlag verĂŒben wollen. Mit der Anschlagsdrohung fordern sie, dass der Islamische Staat offiziell als Staat anerkannt wird. Carrie kann die Freisetzung des Gases im Berliner Hauptbahnhof schlieĂlich vereiteln, Quinn fĂ€llt als Folge der Vergiftung in ein Koma.
Staffel 6
Die sechste Staffel spielt einige Monate nach der fĂŒnften Staffel und in der Zeit zwischen der US-PrĂ€sidentschaftswahl und der AmtseinfĂŒhrung der gewĂ€hlten PrĂ€sidentin Elizabeth Keane. Haupthandlungsort ist New York City, wo Carrie nunmehr fĂŒr eine gemeinnĂŒtzige Organisation arbeitet, die muslimischen BĂŒrgern juristisch hilft. Im Wesentlichen geht es um eine vom hochrangigen CIA-Mitarbeiter Dar Adal aus politischen GrĂŒnden ersonnene Verschwörung des US-Sicherheitsapparats gegen Keane, in deren Rahmen auch einem von Carries Mandanten die Verantwortung fĂŒr einen Bombenanschlag in Manhattan zugeschoben wird. Zu der Verschwörung gehört auch Dar Adals Einflussnahme auf einen iranischen Generalmajor, der in Dars Sinne gegenĂŒber Keane leugnet, dass der Iran das internationale Nuklearabkommen einhĂ€lt. Quinn ist mittlerweile aus dem Koma wieder erwacht. Obwohl er körperlich und seelisch noch nicht wieder ganz hergestellt ist, hilft er Carrie beim Aufdecken von Dars Verstrickung in den Bombenanschlag. Dar erkennt, dass ihm die Verschwörung aus dem Ruder lĂ€uft, als ein daran beteiligter US-General eigenmĂ€chtig einen Mordanschlag auf Keane plant. Quinn vereitelt Keanes Tötung, wird dabei aber selbst erschossen. Neben Dar kommen auch Personen ins GefĂ€ngnis, die aus Carries Sicht unschuldig sind, darunter Saul.
Staffel 7
Die siebte Staffel spielt hauptsĂ€chlich in Carries neuem Wohnort Washington, D.C. und dreht sich zunĂ€chst um die Suche nach dem Auftraggeber fĂŒr den Mord an demjenigen US-General, der fĂŒr das Attentat auf PrĂ€sidentin Keane am Ende der vorangegangenen Staffel verantwortlich war. Im Laufe der Staffel wird deutlich, dass der Auftragsmord nur ein Teil des Plans russischer Agenten war, der zum Ziel hatte, die Regierung Keane zu stĂŒrzen. Zu dem Plan gehören auch Versuche, die Meinung der BĂŒrger durch gezielte Publikation von Fake News zu beeinflussen. Dadurch gibt es etwa â auch wegen der Beteiligung eines ultrakonservativen, provokativen Webvideoproduzenten â in Virginia mehrere Tote unter FBI-Agenten und Zivilisten. Carrie kann mit Saul und gemeinsamen Helfern den russischen Plan aufdecken und so die dauerhafte Amtsenthebung Keanes nach dem 25. Zusatzartikel zur Verfassung der Vereinigten Staaten vereiteln. Nichtsdestoweniger tritt Keane von ihrem Amt zurĂŒck, da sie sich auĂerstande sieht, das gespaltene Land zu einen. In einem weiteren Handlungsstrang geht es um Carries private Situation. Da ihre Arbeit sie so in Anspruch nimmt, dass sie sich nicht mehr ausreichend um ihre Tochter kĂŒmmern kann, gibt sie das Sorgerecht widerstrebend schlieĂlich an ihre Schwester ab. Berufsbedingt gerĂ€t Carrie in russische Haft, in der ihr auch ihre Psychopharmaka verweigert werden. Nach sieben Monaten kommt sie schlieĂlich in psychotischer Verfassung wieder frei.
Staffel 8
Zu Beginn der achten Staffel werden die US-BemĂŒhungen um einen Frieden mit den Taliban durch ĂuĂerungen des afghanischen VizeprĂ€sidenten G'ulom ernsthaft gefĂ€hrdet. Saul als US-VerhandlungsfĂŒhrer lĂ€sst Carrie in einer Geheimmission G'ulom umstimmen. Dadurch, aber auch durch die Bereitschaft des Taliban-AnfĂŒhrers Haissam Haqqani, schlieĂen die USA mit den Taliban Frieden. Diesen verkĂŒnden die PrĂ€sidenten der USA und Afghanistans gemeinsam, ehe sie beim Absturz ihres Hubschraubers in Afghanistan sterben. G'ulom, nunmehr afghanischer PrĂ€sident, beschuldigt Haissam, den Hubschrauber abgeschossen zu haben, und lĂ€sst ihn deshalb hinrichten, woraufhin sich Haissams Sohn und Kritiker Jalal zum neuen Taliban-AnfĂŒhrer aufschwingt. Gemeinsam mit Yevgeny Gromov, wie schon in der siebten Staffel GRU-Agent, sucht Carrie nach dem Flugschreiber des Hubschraubers. Auch, da Jalal öffentlich die Verantwortung fĂŒr den Tod der PrĂ€sidenten ĂŒbernommen hat, fordert der neue US-PrĂ€sident Hayes, auĂenpolitisch beraten durch einen Hardliner, von Pakistan Jalals Auslieferung an die USA und droht dabei mit militĂ€rischer Intervention. Carries Erkenntnis aus dem Flugschreiber, wonach ein mechanischer Defekt den Absturz verursacht hat, kann offiziell zunĂ€chst nicht verwertet werden, da Gromov ihr das GerĂ€t stiehlt. Carrie und Saul erreichen aber, dass Russland die Aufnahme des Flugschreibers veröffentlicht und damit ein drohender Nuklearkrieg zwischen den USA und Pakistan abgewendet wird. Zur Erreichung dieses Ziels ist Carrie aber gezwungen, eine US-Agentin im russischen Regierungsapparat zu enttarnen, Saul zu betrĂŒgen und offensichtlich nach Russland ĂŒberzulaufen. Zwei Jahre spĂ€ter meldet sich Carrie bei Saul, allerdings als seine neue US-Agentin in Moskau.
Entstehung
Idee und Stab
Die israelische Fernsehserie Hatufim â In der Hand des Feindes, von 2010 bis 2012 in zwei 12-teiligen Staffeln erschienen, erzĂ€hlt von drei israelischen Soldaten, die nach ihrer EntfĂŒhrung 17 Jahre lang in palĂ€stinensischer Gefangenschaft gehalten werden und von denen zwei mit einer posttraumatischen Belastungsstörung nach Hause zurĂŒckkehren. Nachdem die Serie bei ihrem Erscheinen im MĂ€rz 2010 viel Aufmerksamkeit erregt hatte, brachte Howard Gordon, der Executive Producer und Showrunner der US-Fernsehserie 24, seinen Arbeitgeber 20th Century Fox Television noch im selben Monat dazu, die Rechte an Hatufim zu erwerben und jene Serie fĂŒr eine eigene Fernsehserie zu adaptieren. Gemeinsam mit seinem 24-Kollegen, dem Drehbuchautor Alex Gansa, und dem Hatufim-Schöpfer Gideon Raff schrieb Gordon das Drehbuch zur Pilotepisode einer potentiellen Psychothriller-Fernsehserie namens Homeland. Fernsehproduzent David Nevins bewilligte 2010 die Herstellung der Pilotepisode fĂŒr Fox 21, die Kabelfernsehen-Sparte von 20th Century Fox Television.cite-ref-8[8] FĂŒr die Hauptrolle Carrie Mathison waren auch Robin Wright, Maria Bello oder Halle Berry im GesprĂ€ch und fĂŒr die des Nicholas Brody Ryan Phillippe oder Kyle Chandler.cite-ref-9[9] Die Pilotepisode wurde nach ihrem Dreh und der Entscheidung, eine 12-teilige erste Staffel zu produzieren, durch eine neue Pilotepisode ersetzt, in der die Rolle der Jessica Brody mit einer anderen Darstellerin besetzt wurde und die Namen der beiden Hauptfiguren Carrie Anderson und Scott Brody in Carrie Mathison bzw. Nicholas Brody geĂ€ndert wurden.cite-ref-jeffery2011-10-0[10]
Die Erstausstrahlung auf dem Kabel- und Bezahlfernsehsender Showtime sollte im Oktober 2011 beginnen. In einem vorausgehenden Presseinterview gegenĂŒber Newsweek im August 2011, knapp vier Monate nach der Tötung des TerroristenfĂŒhrers Osama bin Ladens durch US-Soldaten, grenzte Gansa die neue Serie hinsichtlich ihrer Charakteristika von 24 ab. Darin sagte er, dass 24 ein Actionthriller ĂŒber Amerikas âmuskulöseâ Antwort auf die TerroranschlĂ€ge vom 11. September 2001 sei, Homeland hingegen als eine âpsychologischeâ Antwort auf die Frage zu verstehen sei, wo sich das Land nach dem Tod bin Ladens befinde.cite-ref-11[11]
Die Funktion des Showrunners, d. h. des kreativ Hauptverantwortlichen, nimmt bei Homeland Gansa wahr. Bei der Zusammenstellung ihres Drehbuchautorenteams zumindest fĂŒr die erste Staffel hatte es fĂŒr Gordon und Gansa PrioritĂ€t, Autoren mit bestimmter Expertise zu engagieren, die zu der geplanten Geschichte passt. Die vier verpflichteten Autoren Henry Bromell, Chip Johannessen, Alex Cary und Meredith Stiehm hatten alle bereits eigene Erfahrung als Showrunner. Johannessen brachte Erfahrung als Showrunner bei Dexter und als Autor ebenfalls bei 24 ein und wurde besonders wegen seines Vorwissens von spannungsgeladenen Actionthriller-Plots engagiert. Romanautor Bromell, Sohn eines ehemaligen CIA-Station-Chiefs von Kairo, Amman und Teheran, leitete einst die Krimiserie Homicide. Der frĂŒhere britische Infanterie-Offizier Alex Cary hatte vorher die Fernsehserie Lie to Me verantwortet und wurde bei Homeland dafĂŒr zustĂ€ndig, das Verhalten von Nicholas Brody als Soldat auf RealitĂ€tsnĂ€he hin zu prĂŒfen. Stiehm, die einzige Frau im Team und Erschafferin der langjĂ€hrigen Krimiserie Cold Case â Kein Opfer ist je vergessen, wurde zur Verantwortlichen fĂŒr die Ausgestaltung der Hauptfigur Carrie Mathison. Dabei half ihr auch die Erfahrung mit ihrer ebenfalls an einer bipolaren Störung leidenden Schwester.cite-ref-12[12]
Konzeption
In Presse-Interviews nannten Gansa und Gordon einige der Werke, die einen Einfluss auf die Konzeption von Homeland gehabt hĂ€tten. Darunter befinden sich fiktionale Werke wie der deutsche Spielfilm Das Leben der Anderen (2006), die US-Thriller Das Fenster zum Hof (1954), Die drei Tage des Condor (1975) und Zeuge einer Verschwörung (1974), Graham Greenes Roman Das Herz aller Dinge (1948) und die Romane von John le CarrĂ©.cite-ref-paskin-13-0[13] Weiterhin nannten sie als Grundlagen fĂŒr die Serie die SachbĂŒcher CIA: Die ganze Geschichte (2007, von Tim Weiner)cite-ref-14[14] und Meine ruhelose Seele der US-Psychologin Kay Redfield Jamison, in dem die Autorin ihren persönlichen Umgang mit der bipolaren Störung beschreibt.cite-ref-lacob-15-0[15]
Howard Gordon sagte, dass die Figur Carrie Mathison auf Fox Mulder basiere, einem fiktiven Ermittler in der von ihm miterdachten Fernsehserie Akte X â Die unheimlichen FĂ€lle des FBI, sowie auf Henny Penny. Dies ist der Originaltitel eines europĂ€ischen VolksmĂ€rchens, welches mehrfach verfilmt wurde, auch unter dem Titel Himmel und Huhn, dessen Titelfigur ein HĂŒhnchen ist, das den baldigen Weltuntergang voraussieht und fĂŒr Panik sorgt. Die Figur Saul Berenson beschrieb Gordon als Kombination aus den Le-CarrĂ©-Figuren George Smiley und GĂŒnther Bachmann, der in dem Roman Marionetten vorkommt. Auch bei den Figuren aus Graham Greenes Werken habe man fĂŒr die Figur Saul Berenson Anleihen genommen.cite-ref-paskin-13-1[13]
Die Drehbuchautoren planten ursprĂŒnglich, die Figur Nicholas Brody bereits in der ersten Staffel sterben zu lassen, sahen auf Wunsch des Senders Showtime aber davon ab. FĂŒr die zweite Staffel planten sie erneut den Tod der Figur, scheiterten jedoch ein zweites Mal am Widerstand von Showtime.cite-ref-16[16] SchlieĂlich lieĂ man die Figur erst in der finalen Episode der dritten Staffel sterben. Jene Episode markierte zudem die RĂŒckkehr von Meredith Stiehm ins Drehbuchautoren- und Produzententeam. Sie hatte den Stab nach der zweiten Staffel zunĂ€chst verlassen, um bei der Serie The Bridge â America als Showrunnerin zu fungieren.cite-ref-blake2013-17-0[17] Als möglichen Grund dafĂŒr, dass Stiehm erneut engagiert wurde, nannte die Presse die Proteste von Fans gegen die Entwicklung der Serie.cite-ref-18[18]
Bromell gehörte bis zu seinem unerwarteten Tod im MÀrz 2013, als die dritte Staffel entstand, zum Drehbuchautoren- und Produzententeam.cite-ref-blake2013-17-1[17]
In der Regel gehörte es zum Produktionsprozess der Staffeln, dass Produzenten und Schauspieler fĂŒr etwa eine Woche pro Jahr in Washington, D.C. mit Vertretern der US-Geheimdienste zusammenkamen und sich von diesen ĂŒber ihre aktuelle Arbeit informieren lieĂen. Dabei ging es etwa um Themen wie russische Agenten oder Cybersicherheit.cite-ref-friedlander-19-0[19] Im Rahmen einer dieser Wochen traf 2013 Mandy Patinkin, in der zu der Zeit anstehenden dritten Staffel Darsteller des CIA-Direktors, den realen Amtsinhaber John O. Brennan.cite-ref-20[20] Insbesondere in Vorbereitung auf die sechste Staffel lieĂ sich das Drehbuchautorenteam auch von Michael V. Hayden beraten, einem frĂŒheren Direktor der National Security Agency.cite-ref-oconnell-2017-01-15-21-0[21]
FĂŒr die Bekanntgabe der Meldung, dass mit Elizabeth Marvel eine Frau die Rolle der GewĂ€hlten PrĂ€sidentin in der sechsten Staffel spielt, wĂ€hlten die Erschaffer der Serie bewusst den 27. Juli 2016, weil am Vortag Hillary Clinton durch die Demokratische Partei zur Kandidatin fĂŒr die US-PrĂ€sidentschaftswahl 2016 bestimmt worden war und weil sie von Clintons Wahlsieg ausgingen.cite-ref-22[22] Im Folgemonat betonte Gansa, dass die von Marvel dargestellte Figur sowohl Eigenschaften von Hillary Clinton als auch von Bernie Sanders und Donald Trump besitze.cite-ref-23[23] In Presseinterviews nach der Wahl, die am 8. November 2016 stattfand, bedauerte Gansa den Sieg Trumps als möglicherweise problematisch fĂŒr die Glaubhaftigkeit der Seriecite-ref-ahmed-24-0[24] und dass er den Handlungsverlauf der Staffel beeinflusst habe.cite-ref-oconnell-2017-01-15-21-1[21] Ăberdies, so Gansa 2018, war Trumps Wahlsieg ausschlaggebend fĂŒr die Entscheidungen, die siebte Staffel in Washington, D.C. spielen zu lassen, sie als eine Fortsetzung der sechsten Staffel anzulegen und dafĂŒr auf den ursprĂŒnglichen Plan zu verzichten, die Staffeln 7 und 8 als staffelĂŒbergreifenden Serienabschluss zu konzipieren.cite-ref-25[25]
Die sechste Staffel, die von der Zeit zwischen der US-PrĂ€sidentschaftswahl und der AmtseinfĂŒhrung der neuen US-PrĂ€sidentin erzĂ€hlt, begann erst ĂŒber drei Monate spĂ€ter als zu der Zeit Ende September oder Anfang Oktober, zu der die vorherigen Staffeln gestartet wurden. Mit diesem, Monate im Voraus geplanten, Starttermin wenige Tage vor der AmtseinfĂŒhrung des realen gewĂ€hlten PrĂ€sidenten Donald Trump im Januar 2017 beabsichtigte man, die fiktive Handlung in die RealitĂ€t einzubetten.cite-ref-ahmed-24-1[24]
Dreharbeiten
Zur Vorbereitung auf die Dreharbeiten der Pilotepisode orientierte man sich an den Thrillern Die drei Tage des Condor und Der Dialog aus den 1970er-Jahren. Als âwichtigsten PrĂŒfsteinâ und Orientierungspunkt fĂŒr die Episode hob der dafĂŒr eingesetzte Kameramann Christopher Manley den Film Michael Clayton von 2007 und dessen ânaturalistische und dezente Fotografieâ hervor.cite-ref-asc-thompson-26-0[26]
Ein Anliegen des Regisseurs und Produzenten Michael Cuesta war es, die Serie realistisch wirken zu lassen.cite-ref-asc-thompson-26-1[26] Auf sein Betreiben hin verstĂ€rkte man im Laufe der ersten Staffel den Einsatz der Handkamera fĂŒr das Filmen der Episoden. Damit sollte erreicht werden, dass das Geschehen unmittelbar aus der Perspektive einer Figur geschildert wird und ihre Emotionen betont werden. Cuesta sprach in diesem Zusammenhang in Interviews von einer eher dokumentarisch denn aktionsorientiert ausgerichteten KamerafĂŒhrungcite-ref-abele-27-0[27] und seiner Absicht, die Serie nicht zu einem Actionthriller, sondern zu einem psychologischen StĂŒck zu machen. Nelson Cragg, in den ersten beiden Staffeln als Kameramann eingesetzt, betonte, dass die Serie unter dem Einfluss von Cuesta und dem Regisseur Clark Johnson âsehr improvisatorischâ geworden sei.cite-ref-asc-thompson-26-2[26]
Lesli Linka Glatter inszenierte als Gastregisseurin in der zweiten Staffel eine Episode, ehe sie ab der dritten Staffel zum festen Regieteam gehörte.cite-ref-friedlander-19-1[19] Bis zur finalen Staffel fĂŒhrte sie bei 25 Episoden Regie und damit insgesamt so oft wie keine andere Person.cite-ref-28[28]
Drehorte und SchauplÀtze
| Staffel | Schauplatz | Drehort |
|---|---|---|
| 1â3 | Langley (Virginia) | Charlotte (North Carolina) |
| 4 | Pakistan | SĂŒdafrika |
| 5 | Berlin | Berlin, Brandenburg |
| 6 | New York City | New York City |
| 7 | Washington, D.C. | Virginia |
| 8 | Afghanistan | Marokko |
Einige Male wurde auch in Israel gefilmt: FĂŒr die Pilotepisode etwa diente eine arabische Gegend in dem Land fĂŒr den Schauplatz Bagdad. Dass die ersten beiden Episoden der zweiten Staffel auch in dem Land gedreht werden konnten, war mit Ergebnis des Engagements von Gideon Raff, dem Hatufim-Schöpfer. FĂŒr jene Episoden entstanden Szenen in Haifa und Tel Aviv-Jaffa, die in Beirut spielen, in Kooperation mit dem Hatufim-Stab.cite-ref-abele-27-1[27] Auch fĂŒr die dritte Staffel war Israel als Drehort geplant. Da sich die Sicherheitslage durch den Syrien-Konflikt zuspitzte, wurden die Dreharbeiten jedoch nach Marokko verlegt.cite-ref-31[31]
Die vierte Staffel drehte man im sĂŒdafrikanischen Kapstadt, wĂ€hrend die Geschichten hauptsĂ€chlich in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad spielen.cite-ref-nypost2014-32-0[32]
Die fĂŒnfte Staffel drehte man hauptsĂ€chlich im Potsdamer Filmstudio Babelsberg und in Berlin und Umgebung. Einem Zeitungsartikel zufolge hatten sich die Produzenten bei der Wahl fĂŒr die Region auch gegen den kroatischen Mitbewerber Zagreb entschieden.cite-ref-huber-seeling-33-0[33] Damit wurde Homeland zur ersten US-Fernsehserie ĂŒberhaupt, von der eine ganze Staffel in Deutschland gefilmt wurde.cite-ref-34[34] Die Dreharbeiten dauerten von Juni bis November 2015cite-ref-35[35] und fanden an etwa 100cite-ref-seeling-36-0[36] Orten in Berlin und Brandenburg statt, darunter am Flughafen Berlin Brandenburg, in Nauen,cite-ref-37[37] am Berliner Hauptbahnhof, am Roten Rathaus und am KurfĂŒrstendamm.cite-ref-seeling-36-1[36] Das Medienboard Berlin-Brandenburg bezuschusste die Produktion der Staffel, die mit Gesamtkosten von ĂŒber 40 Millionen Euro teurer als die vier vorherigen war, mit einer Million Euro.cite-ref-huber-seeling-33-1[33] Deutsche Politiker, darunter Berlins BĂŒrgermeister Michael MĂŒller, hoben bei ihren Besuchen des Stabs in Babelsberg die wirtschaftliche Bedeutung der Dreharbeiten fĂŒr die Region hervor.cite-ref-huber-seeling-33-2[33] Deutsche Medien begleiteten die Dreharbeiten mit gegenĂŒber den anderen Staffeln verstĂ€rkter Berichterstattung.
Besetzung und Synchronisation
Siehe auch
:
Liste der Darsteller der Fernsehserie Homeland
Das Hauptdarstellerensemble besteht ĂŒberwiegend aus US-amerikanischen Schauspielern, darunter Claire Danes und Mandy Patinkin. Zum Beispiel mit Damian Lewis und Rupert Friend enthĂ€lt es aber auch einige Briten in tragenden Rollen. Vor allem in der fĂŒnften Staffel wirkten auch Schauspieler aus Deutschland mit, in Hauptrollen waren dies Sebastian Koch und Alexander Fehling, in Nebenrollen Nina Hoss und Martin Wuttke. Die Rolle der Jessica Brody war in der ursprĂŒnglichen, unveröffentlichten Pilotepisode noch mit der Schottin Laura Fraser besetzt. Danach ersetzte man Fraser durch die Brasilianerin Morena Baccarin.cite-ref-jeffery2011-10-1[10]
Die deutsche Synchronfassung stellte die Cinephon Filmproduktions GmbH in Berlin her. Verantwortlich fĂŒr Dialogbuch und Dialogregie war Stephan Hoffmann.cite-ref-synchro-38-0[38]
Die Tabelle nennt die Schauspieler, ihre Rollennamen, ihre Zugehörigkeit zur Hauptbesetzung (â) bzw. zu den Neben- und Gastdarstellern (âą) je Staffel, die Anzahl der Episoden mit Auftritten und die deutschen Synchronsprecher.
| | | Staffel | Staffel | Staffel | Staffel | Staffel | Staffel | Staffel | Staffel | | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Schauspieler | Rollenname | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | Ep. [ 39 ] | Synchronsprecher [ 38 ] |
| Claire Danes | Carrie Mathison | â | â | â | â | â | â | â | â | 96 | Nana Spier |
| Damian Lewis | Nicholas Brody | â | â | â | âą | | | | | 37 | Torben Liebrecht |
| Morena Baccarin | Jessica Brody | â | â | â | | | | | | 30 | Melanie Hinze |
| Jackson Pace | Chris Brody | â | â | â | | | | | | 30 | Simon Dirks |
| Morgan Saylor | Dana Brody | â | â | â | | | | | | 33 | Jodie Blank |
| Mandy Patinkin | Saul Berenson | â | â | â | â | â | â | â | â | 96 | Erich RĂ€uker |
| Diego Klattenhoff | Mike Faber | â | â | âą | | | | | | 25 | Peter Lontzek |
| David Harewood | David Estes | â | â | | | | | | | 24 | Ingo Albrecht |
| David Marciano | Virgil Piotrowski | âą | â | âą | | | | | | 22 | Joachim Tennstedt |
| Navid Negahban | Abu Nazir | âą | â | âą | | | | | | 20 | Tayfun Bademsoy |
| Jamey Sheridan | William Walden | âą | â | | | | | | | 17 | Stephan Hoffmann |
| Sarita Choudhury | Mira Berenson | âą | âą | â | âą | | âą | | | 20 | Bettina WeiĂ |
| F. Murray Abraham | Dar Adal | | âą | â | âą | â | â | âą | | 43 | Reinhard Kuhnert |
| Tracy Letts | Andrew Lockhart | | | â | â | | | | | 24 | Frank-Otto Schenk |
| Rupert Friend | Peter Quinn | | âą | â | â | â | â | | | 58 | Kim Hasper |
| Nazanin Boniadi | Fara Sherazi | | | âą | â | | | | | 16 | Ilona Brokowski |
| Laila Robins | Martha Boyd | | | | â | | | | | 12 | Denise Gorzelanny |
| Nina Hoss | Astrid | | | | âą | â | âą | | | 13 | Nina Hoss |
| Miranda Otto | Allison Carr | | | | | â | | | | 12 | Katrin Zimmermann |
| Sebastian Koch | Otto DĂŒring | | | | | â | âą | | | 12 | Sebastian Koch |
| Alexander Fehling | Jonas Hollander | | | | | â | | | | 12 | Alexander Fehling |
| Sarah Sokolovic | Laura Sutton | | | | | â | | | | 12 | Dascha Lehmann |
| Elizabeth Marvel | Elizabeth Keane | | | | | | â | â | | 24 | Sabine Falkenberg |
| Maury Sterling | Max Piotrowski | âą | âą | âą | âą | | âą | â | â | 45 | Rainer Fritzsche |
| Linus Roache | David Wellington | | | | | | âą | â | â | 23 | Norman Matt |
| Jake Weber | Brett OâKeefe | | | | | | âą | â | | 11 | Peter Flechtner |
| Morgan Spector | Dante Allen | | | | | | | â | | 0 9 | Matthias Deutelmoser |
| Costa Ronin | Yevgeny Gromov | | | | | | | âą | â | 17 | Dennis Schmidt-FoĂ |
| Nimrat Kaur | Tasneem Qureshi | | | | âą | | | | â | 18 | Nadja Schönfeldt [ 40 ] |
| Numan Acar | Haissam Haqqani | | | | âą | | | | â | 14 | Numan Acar |
Fernsehausstrahlung
Siehe auch
:
Homeland/Episodenliste
Vereinigte Staaten
| Staffel | Zeitraum | Reichweite |
|---|---|---|
| 1 | 2. Okt. 2011 â 18. Dez. 2011 | 1,25 Mio. [ 41 ] |
| 2 | 30. Sep. 2012 â 16. Dez. 2012 | 1,92 Mio. [ 41 ] |
| 3 | 29. Sep. 2013 â 15. Dez. 2013 | 1,95 Mio. [ 41 ] |
| 4 | 5. Okt. 2014 â 21. Dez. 2014 | 1,65 Mio. [ 41 ] |
| 5 | 4. Okt. 2015 â 20. Dez. 2015 | 1,53 Mio. [ 41 ] |
| 6 | 15. Jan. 2017 â 9. Apr. 2017 | 1,28 Mio. [ 41 ] |
| 7 | 11. Feb. 2018 â 29. Apr. 2018 | 1,23 Mio. [ 42 ] |
| 8 | 9. Feb. 2020 â 26. Apr. 2020 | 0,83 Mio. [ 43 ] |
Die UrauffĂŒhrung der ersten Episode erfolgte am 2. Oktober 2011 im Hauptabendprogramm des Bezahlfernseh- und Kabelsenders Showtime. Dabei erreichte sie 1,1 Millionen Zuschauer und verbuchte den besten Serienstart auf Showtime seit der Serie Dexter im Jahr 2006.cite-ref-44[44] Die erste Staffel erzielte eine durchschnittliche Reichweite von 1,25 Millionen Zuschauern.cite-ref-quotenmeter-2017-04-18-41-6[41]
Die durchschnittlichen Reichweiten der Fernseherstausstrahlungen der ersten sieben Staffeln bewegten sich stets zwischen ein und zwei Millionen, wobei die zweite und dritte Staffel mit annĂ€hernd zwei Millionen Zuschauern die höchsten Reichweiten hatten. Homeland war oft die zuschauertrĂ€chtigste Dramaserie des Senders Showtime, auch noch in der siebten Staffel.cite-ref-feldman2018-45-0[45] Der Status von Homeland als höchstbewertete neue Serie stellte in ihren Anfangsjahren fĂŒr Showtime einen bedeutenden kĂŒnstlerischen und kommerziellen Erfolg dar, auch weil er dazu beitrug, die langjĂ€hrige Dominanz von HBO im Bereich hochwertiger Fernsehproduktionen zu beenden.cite-ref-46[46]
Bis zur fĂŒnften Staffel begann Showtime die Erstausstrahlung stets Ende September oder Anfang Oktober eines Jahres. Ebenfalls bis zu jener Staffel gab Showtime die VerlĂ€ngerung der Serie um eine Folgestaffel jeweils wenige Wochen nach dem Sendebeginn der aktuell ausgestrahlten Staffel bekannt.cite-ref-47[47] Hingegen kĂŒndigte der Sender die Produktion der Staffeln 7 und 8 schon vor dem Sendebeginn der sechsten Staffel an, im August 2016.cite-ref-48[48] Den Abschluss der Serie nach der achten Staffel kĂŒndigte Hauptdarstellerin Claire Danes im April 2018 ancite-ref-49[49] und bestĂ€tigte Showtime im August desselben Jahres.cite-ref-50[50] Als Erscheinungstermin fĂŒr die achte Staffel hatte Showtime zunĂ€chst den Juni 2019 angekĂŒndigt, verschob ihn dann aber produktionsbedingt auf den 9. Februar 2020.cite-ref-51[51]
Deutschland, Ăsterreich, Schweiz
Im MĂ€rz 2012 wurde bekannt, dass sich ProSiebenSat.1 Media die deutschen Ausstrahlungsrechte fĂŒr die Serie gesichert hat.cite-ref-52[52] Die Sendergruppe begann erst ein knappes Jahr danach, am 3. Februar 2013, mit der deutschsprachigen Erstausstrahlung und bewarb Homeland dabei auch als âdie beste Serie der Weltâ.cite-ref-53[53] Sie erfolgte beim Sender Sat.1, der die ersten drei Staffeln in wöchentlichem Rhythmus, teilweise in Doppelepisoden, Sonntags ab 22:15 Uhr bzw. 23:15 Uhr zeigte. Mit den Einschaltquoten war Sat.1 anfangs ĂŒberaus zufrieden. So erreichte die erste Staffel durchschnittlich knapp zwei Millionen Zuschauer und â in der werberelevanten Zielgruppe der 14- bis 49-JĂ€hrigen â teilweise Marktanteile von mehr als 18 Prozent, die ĂŒber dem Durchschnitt des Senders lagen.cite-ref-54[54] In den folgenden beiden Staffeln entwickelten sich die Einschaltquoten fĂŒr Homeland bei Sat.1 aber rĂŒcklĂ€ufig, die dritte Staffel etwa erzielte eine durchschnittliche Reichweite von nur noch knapp einer Million Zuschauern.cite-ref-55[55] Aus dem Grund ĂŒbertrug man die Erstausstrahlung der vierten Staffel an den innerhalb der Sendergruppe kleineren Sender Kabel eins, der sie an vier Freitagabenden im Juli 2015 und aufgeteilt in jeweils drei Episoden zeigte. Die Quoten waren jedoch auch dort niedrig und sinkend, beim zweiten Dreierblock etwa lag der Marktanteil in der Zielgruppe nur bei drei Prozent.cite-ref-56[56]
In der Hoffnung auf gröĂeres Zuschauerinteresse wegen Berlin als Haupthandlungsort ĂŒbernahm die Erstausstrahlung der fĂŒnften Staffel wieder Sat.1. Sie war im FrĂŒhjahr 2016 Sonntags gegen 23:05 Uhr in Doppelfolgen zu sehen. Die Hoffnungen des Senders erfĂŒllten sich allerdings nicht, denn mit Marktanteilen von teilweise 5 bzw. 4 Prozent (in der Gruppe der Ab-2-JĂ€hrigen bzw. der 14-49-JĂ€hrigen) war die Staffel ein Misserfolg.cite-ref-57[57] Die Staffeln 6 und 7 sendete der zu ProSiebenSat.1 Media gehörende Bezahlfernsehkanal Sat.1 emotions Freitags in den Sommermonaten 2017 und 2018. GrĂŒnde fĂŒr den abermaligen Senderwechsel sowie Einschaltquoten fĂŒr diese Staffeln sind nicht ĂŒberliefert. Im MĂ€rz und April 2021 sendete Sat.1 Emotions auch die achte Staffel als deutsche Erstausstrahlung.cite-ref-st8-sat1emotions-58-0[58] Der schweizerische Privatsender Puls 8 hatte mit der Ausstrahlung dieser Staffel allerdings schon einen Tag frĂŒher als Sat.1 emotions begonnen,cite-ref-st8-puls8-59-0[59] auch dadurch waren an der deutschsprachigen Erstausstrahlung der Staffel diese beiden Sender beteiligt.
| Staffel | Zeitraum [ 60 ] | Sender [ 60 ] | Sendeplatz [ 60 ] | Reich- weite [ 61 ] | Markt- anteil [ 61 ] |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | 3. Feb. 2013 â 21. Apr. 2013 | Sat.1 | Sonntags 23:15 [ 62 ] | 1,76 Mio. [ 63 ] | 11,6 % [ 63 ] |
| 2 | 29. Sep. 2013 â 3. Nov. 2013 | Sat.1 | Sonntags 22:15 (je 2 Ep.) | 1,23 Mio. [ 64 ] | 0 6,9 % [ 64 ] |
| 3 | 9. MĂ€rz 2014 â 1. Jun. 2014 | Sat.1 | Sonntags 23:15 | 0,98 Mio. [ 65 ] | 0 7,1 % [ 65 ] |
| 4 | 10. Juli 2015 â 31. Jul. 2015 | Kabel eins | Freitags (je 3 Ep.) 20:15 (bis 17. Juli), 22:15 (ab 24. Juli) | ca. 0,40 Mio. [ 66 ] | |
| 5 | 3. Apr. 2016 â 8. Mai 2016 | Sat.1 | Sonntags 23:05 (je 2 Ep.) | 0,64 Mio. [ 67 ] | 0 5,6 % [ 67 ] |
| 6 | 7. Juli 2017 â 11. Aug. 2017 | Sat.1 emotions | Freitags ca. 22:00 (je 2 Ep.) | | |
| 7 | 15. Juni 2018 â 20. Jul. 2018 | Sat.1 emotions | Freitags 21:40 (je 2 Ep.) | | |
| 8 | 11. MĂ€rz 2021 â 27. Mai 2021 [ 59 ] | Puls 8 | Donnerstags 21:50 | | |
| 8 | 12. MĂ€rz 2021 â 17. Apr. 2021 [ 58 ] | Sat.1 emotions | Freitags ca. 23:50 (je 2 Ep.) | | |
Die Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft gab die Homeland-Episoden teilweise fĂŒr Zuschauer ab 12 Jahren frei, teilweise fĂŒr solche ab 16 Jahren.cite-ref-68[68]
In schweizerischen und österreichischen Sendern waren nur die ersten beiden Staffeln zu sehen, und zwar stets im SpĂ€tabend- bzw. Nachtprogramm. Der Schweizer öffentlich-rechtliche Sender SRF zwei strahlte die Episoden mit einem Versatz von einem Tag bis zu wenigen Wochen nach der Sat.1-Ausstrahlung aus und zeigte dabei zumindest die zweite Staffel im deutsch-englischen Zweikanalton.cite-ref-69[69]cite-ref-srf2-70-0[70] Der österreichische Privatsender Puls 4, ebenfalls zur ProSieben Sat.1 Media AG gehörend, sendete die Staffeln etwa ein halbes Jahr spĂ€ter als Sat.1.cite-ref-puls4-71-0[71] GrĂŒnde dafĂŒr, warum die Serie nach der zweiten Staffel auf österreichischen und schweizerischen Sendern nicht mehr ausgestrahlt wurde, sind nicht ĂŒberliefert.
| Staffel | Schweiz ( SRF zwei ) [ 70 ] | Ăsterreich ( Puls 4 ) [ 71 ] |
|---|---|---|
| 1 | 7. Feb. 2013 â 25. Apr. 2013 | 7. Aug. 2013 â 11. Aug. 2013 |
| 2 | 30. Sep. 2013 â 16. Dez. 2013 | 14. MĂ€rz 2014 â 5. Apr. 2014 |
Veröffentlichung in anderen Medien
| Staffel | USA | D-A-CH |
|---|---|---|
| 1 | 28. Aug. 2012 | 28. Juni 2013 |
| 2 | 10. Sep. 2013 | 6. Dez. 2013 |
| 3 | 9. Sep. 2014 | 19. Sep. 2014 |
| 4 | 8. Sep. 2015 | 5. Nov. 2015 |
| 5 | 10. Jan. 2017 | 14. Juli 2016 |
| 6 | 6. Feb. 2018 | 9. Nov. 2017 |
| 7 | 13. Aug. 2019 | 22. Nov. 2018 |
PlattformĂŒbergreifend und unter Einbeziehung anderer Fernsehkonsum-Arten, darunter Festplattenrekordern, lag die durchschnittliche Reichweite je Staffel im Erstveröffentlichungszeitraum in den USA deutlich höher als die Reichweite der Fernsehausstrahlung. Zum Beispiel betrug sie in der vierten Staffel ĂŒber sechs Millionen Zuschauercite-ref-72[72] und in der siebten Staffel etwa 4,9 Millionen.cite-ref-feldman2018-45-1[45]
Noch vor der deutschen Erstausstrahlung, im MĂ€rz 2012, war die Serie Teil des Programms beim Festival GroĂes Fernsehen in Köln.cite-ref-73[73]
In deutscher Synchronfassung erschien die Serie auch bei den Video-on-Demand-Anbietern und Online-Videotheken Amazon Prime Video, iTunes und Maxdome. Bei dem zumindest damals ebenfalls zur ProSiebenSat.1 Media gehörenden Dienst Maxdome stand die Serie 2013 an zweiter Stelle unter den am hÀufigsten abgerufenen Inhalten.cite-ref-74[74]
Beurteilung und Analyse
Allgemeine Kritik
| Staffel | Rotten Tomatoes [ 75 ] | Metacritic [ 76 ] |
|---|---|---|
| 1 | 100 | 92 |
| 2 | 93 | 96 |
| 3 | 80 | 77 |
| 4 | 81 | 74 |
| 5 | 88 | 76 |
| 6 | 78 | 68 |
| 7 | 80 | 65 |
| 8 | 85 | 71 |
Die ersten beiden Staffeln erfuhren unter Kritikern den höchsten Zuspruch. Das zeigt sich auch an den Auswertungen von Kritiken aus ĂŒberwiegend englischsprachigen Medien durch die Aggregatoren Rotten Tomatoescite-ref-rottentomatoes-75-1[75] und Metacriticcite-ref-metacritic-76-1[76] mit Zustimmungswerten von ĂŒber 90 Prozent (Stand: 1. Januar 2020). Die Kritiker, darunter auch die aus dem deutschsprachigen Raum, feierten die Serie teilweise als die beste neue Serie des Herbstes 2011 oder als derzeit beste US-Serie ĂŒberhaupt. Sie Ă€uĂerten sich, bezogen auf die beiden ersten Staffeln, besonders begeistert ĂŒber die von den beiden Hauptfiguren ausgehende Spannung, die wesentlich durch Carries emotionale FragilitĂ€t und Nicholasâ kriegsbedingte, geistige Gebrochenheit entstehe, aber auch durch beider intime Beziehung zueinander.cite-ref-77[77] Die beiden Hauptfiguren seien exzellent besetzt und von den Schauspielern ĂŒberzeugend verkörpert.cite-ref-kuzmany2011-78-0[78]
Etliche Kritiker, darunter auch der damalige US-PrĂ€sident Barack Obama, lobten die Serie dafĂŒr, dass ihre Figuren nicht einfach schwarz und weiĂ, sondern kompliziert und vielschichtig gezeichnet seien.cite-ref-wenner-79-0[79] Ăhnliches betonten sie in Bezug auf die erzĂ€hlte Geschichte. Im Gegensatz zu 24 seien die Fronten in Homeland nicht so klar in gute Agenten und böse Terroristen geteilt, denn â so begrĂŒndete es etwa Stefan Kuzmany bei Spiegel online â auch die Ermittler agierten âschmutzigâ und selbst der Chefterrorist trage âdie weichen GesichtszĂŒge eines Humanisten, der den Terror als Notwehr begreift.âcite-ref-kuzmany2011-78-1[78] Als einen wesentlichen, positiven Kritikpunkt fĂŒhrten Kritiker die Art und Weise an, mit der die Serie von der Zeit nach den TerroranschlĂ€gen vom 11. September 2001 erzĂ€hle. Habe 24 die Angst und Paranoia der im Krieg gegen den Terrorismus befindlichen Vereinigten Staaten noch selbst verkörpert und sogar ausgenutzt, so sei der Ansatz von Homeland â zum Beispiel nach Ansicht der Kritikerin in der Los Angeles Times â direkter und universeller, da hier das Muster der physischen, psychologischen und moralischen, durch den Krieg verursachten ZusammenbrĂŒche aufgezeigt werde.cite-ref-80[80] In der Schweizer Weltwoche hieĂ es lobend, dass die Serie im Unterschied zu 24 âeine sehr viel informiertere und selbstkritischere Betrachtung der Folgen von 9/11 ohne blinden Haudrauf-Patriotismusâ sei.cite-ref-81[81]
Mit der dritten Staffel war kaum noch ein Kritiker zufrieden. JĂŒrgen Schmieder etwa meinte bei Sueddeutsche.de, dass sie sich zu sehr auf die Beziehung zwischen Carrie und Nicholas konzentriert habe. Der Journalist Bill Wyman kritisierte im New Yorker, dass die langen, ermĂŒdenden HandlungsstrĂ€nge wie die Inhaftierung und DrogenabhĂ€ngigkeit von Nicholas in Venezuela und die Geschehnisse um seine Tochter Dana buchstĂ€blich nirgendwohin fĂŒhrten.cite-ref-83[83]
Die folgenden Staffeln erhielten von Kritikern weniger Aufmerksamkeit. Teilweise bedauerten sie, dass Rupert Friend die von Damien Lewis hinterlassene LĂŒcke in der Serie nicht zu fĂŒllen vermocht habe.cite-ref-84[84] Zuspruch gab es allerdings mit Blick auf die QualitĂ€t der DrehbĂŒcher und die AttraktivitĂ€t der Charaktere (zum Beispiel bei Spiegel online zur vierten Staffelcite-ref-85[85]) sowie hinsichtlich des Unterhaltungswertes: âSpannend, gut gemachtâ hieĂ es dazu vom Tagesspiegel ĂŒber die fĂŒnfte Staffel.cite-ref-86[86]
An der sechsten Staffel beanstandeten etliche Kritiker, dass Showrunner Alex Gansa offensichtlich darin gescheitert sei, die Serie an die Ăra von Donald Trump anzupassen, da er sich mit einer Frau als US-PrĂ€sidentin âverwĂ€hltâ habe. Als unrealistisch befanden manche das Attentat auf die gewĂ€hlte US-PrĂ€sidentin durch Mitglieder des nationalen Sicherheitsapparats. Die Kritikerin in der Zeitschrift The Atlantic beurteilte die Mordverschwörung als âschamlos paranoidâ und hob den diesbetreffenden Widerspruch zu Gansas medial hĂ€ufig geĂ€uĂertem Anspruch hervor, die Serie sei in der RealitĂ€t verwurzelt.cite-ref-87[87]
Vergleich mit Hatufim
Die Figur Carrie Mathison hat in Hatufim keine Entsprechung. Die Figur Nicholas Brody hingegen lĂ€sst sich als Kombination der Charaktere der drei Soldaten Nimrod, Uri und Amiel aus Hatufim verstehen. Die erste Staffel der israelischen Serie behandelt die RĂŒckkehr von Nimrod und Uri aus ihrer Gefangenschaft nach Hause und ihre Schwierigkeiten, sich an die fĂŒr sie neuen LebensumstĂ€nde zu gewöhnen. In der zweiten Staffel geht es um den totgeglaubten Amiel, der wĂ€hrend seiner Gefangenschaft zum Feind ĂŒbergelaufen ist. Die Handlung von Homeland setzt im Wesentlichen an einem Punkt an, an den Hatufim erst in der zweiten Staffel gelangt. Mehrere Elemente von Hatufim sind in Homeland verdichtet. WĂ€hrend bei Hatufim die Traumata der Heimkehrer und ihrer Familien sowie deren Versuche, damit umzugehen, im Vordergrund stehen, konzentriert sich Homeland auf das Leben der Ermittlerincite-ref-88[88] sowie auf die Beziehung zwischen der Welt vor den TerroranschlĂ€gen am 11. September 2001 und dessen Nachwirkungen, zwischen den Vereinigten Staaten im Westen auf der einen Seite und den östlichen LĂ€ndern Irak, Iran und Afghanistan andererseits.cite-ref-89[89] WĂ€hrend Hatufim auf die StabilitĂ€t des israelischen Staates konzentriert ist, hebt Homeland die institutionelle FragilitĂ€t der USA hervor.cite-ref-90[90]
Reaktion auf den 11. September 2001
Die TerroranschlĂ€ge vom 11. September 2001 fĂŒhrten in der US-Bevölkerung zu Verunsicherung und zur Angst davor, erneut terroristisch angegriffen zu werden. Von der US-Regierung wurden daraufhin Terror-AbwehrmaĂnahmen eingeleitet, darunter etwa das Ăberwachungsprogramm PRISM. Der Serie Homeland wird zugeschrieben, diese gesellschaftliche Stimmung beziehungsweise politische Kultur zu reflektieren.cite-ref-91[91] Die beiden Hauptfiguren, Carrie Mathison und Nicholas Brody, werden als sinnbildlich fĂŒr diese Reflexion angesehen. So sind die Handlungen beider Protagonisten wesentlich von frĂŒheren Angsterfahrungen bestimmt. Es sind dies bei Nicholas seine Kriegsgefangenschaft, die ihn psychisch und emotional in hohem MaĂe gezeichnet hat, und bei Carrie ihre schon im Vorspann genannte, eigene Aussage, fĂŒr das Nichtverhindern der TerroranschlĂ€ge vom 11. September 2001 mitverantwortlich zu sein und Ăhnliches kĂŒnftig verhindern zu wollen. Die Psychen der beiden Figuren seien, so der Medienwissenschaftler Lars Koch 2013, âsymbolische Verdichtungen der LĂ€sionen der politischen Kultur der USAâ.cite-ref-92[92] Carries Angst Ă€uĂert sich krankheitsbedingt auch in ihrer Schizophrenie, ihrem hysterischen, fahrigen, verletzlichen und psychisch labilen Verhalten. Dass Carrie den Feind in der ersten Staffel âschon in den eigenen Reihen und in einer amerikanischen Uniformâ sieht, wurde als Reflexion des Politischen verstanden. Carrie werde, drĂŒckte es die Literaturwissenschaftlerin Daniela Otto 2013 aus, âmit ihrer psychischen Krankheit zum pars pro toto fĂŒr eine Nation, die den Terror ĂŒberall sieht und den Feind ĂŒberall vermutet â auch jenseits der Vernunft.â Die Serie, so Otto, inszeniere âden Krieg gegen den Terror als hochgradig pathologisches, ja paranoides PhĂ€nomen.âcite-ref-93[93]
Homeland wird gemeinsam mit Serien wie Rubicon und Person of Interest einer Strömung von vergleichsweise neuen US-Fernsehserien zugerechnet, âdie sich mit traumatisierten Individuen und einer Analyse des Heimatlandes befassen und von Verschwörungsgeschichten erzĂ€hlen, die Ursachen, Aufwand und Konsequenzen amerikanischer, militaristischer MaĂnahmenâ im Nachgang der TerroranschlĂ€ge vom 11. September 2001 neu zu bewerten versuchen. Die Strömung wird abgegrenzt von ideologisch konservativen, von Rache getriebenen Antiterror-Thrillern wie 24 und von Science-Fiction- und Mystery-Serien wie Lost und Battlestar Galactica.cite-ref-94[94] Homeland markiere, so Koch 2013, âgegenĂŒber den popkulturellen Terrornarrativen der letzten zehn Jahre [âŠ] einen neuen Einsatz, weil hier mehr und mehr die mit Angstlust besetzte Gewalt-Aktion in den Hintergrund und im Gegenzug das emotionale Profil der Akteure in den Vordergrund tritt.âcite-ref-95[95]
Darstellung psychisch erkrankter Menschen
Die Darstellung psychisch erkrankter Menschen im Allgemeinen und Carries bipolarer Störung im Speziellen wurde kontrovers beurteilt. Lob gab es unter anderem von US-Gesundheitseinrichtungen. Eine ReprĂ€sentantin der National Alliance on Mental Illness etwa lobte die Darstellung von Menschen mit psychischer Erkrankung 2014 als geprĂ€gt von âMitgefĂŒhl, Klarheit und Verantwortlichkeitâ.cite-ref-96[96] Auch von Personen mit bipolarer Störung gab es Zuspruch. Zum Beispiel kommentierte eine von der Krankheit Betroffene 2014 im britischen Guardian, dass Claire Danesâ Darstellung âakkurat und erfrischendâ sei, auch mit Blick auf die negativen Aspekte manischer Phasen wie PromiskuitĂ€t und die Entfremdung von Freunden. Zudem widersprach sie der Auffassung, die Darstellung sei sensationalistisch.cite-ref-97[97] Nicht so ĂŒberzeugt von Danesâ PortrĂ€tierung gab sich 2013 ein von der Krankheit Betroffener im US-Magazin GQ â Gentlemenâs Quarterly: Wenn das Gehirn fehlzĂŒndet, sei dies in einer Weise differenziert, die Carrie nicht vermittele; Carrie sei dann âbemerkenswert ruhigâ.cite-ref-98[98]
Kritik richtete sich gegen den von der Serie erzeugten Eindruck, Menschen mit bipolarer Störung besĂ€Ăen einen Super-Sinn oder ein gröĂeres Genie, das nur dann seine maximale SchĂ€rfe erreiche, wenn sie nicht unter medikamentösem Einfluss stĂŒnden. Eine entsprechende Auffassung vertrat etwa die britische Kulturwissenschaftlerin Rebecca Beirne 2018 in einem Zeitschrifteninterview: Homeland stelle fĂ€lschlicherweise geistige Gesundheit als durch eine Art ĂŒbernatĂŒrlicher Intuition geprĂ€gt dar, die auf Terrorismus oder die Ergreifung von Terroristen ausgerichtet sei.cite-ref-99[99]
Im Fachmagazin Social Semiotics beurteilte die Soziologin Meron Wondemaghen 2019 die Darstellung von Carrie Mathison auf der Grundlage von per Framing gewonnenen Untersuchungsergebnissen und kam darin zu der Auffassung, dass die Serie die bipolare Störung in der ersten Staffel verantwortungsvoll, nuanciert und realistisch dargestellt sowie gezeigt habe, dass sie mit der richtigen Medikation effektiv bewĂ€ltigt werden könne. Von der zweiten bis fĂŒnften Staffel jedoch sei die Krankheit hauptsĂ€chlich fĂŒr dramatische und sensationalistische Zwecke eingesetzt und Carrie damit einhergehend als impulsiv, irrational, unvorhersehbar, labil, gefĂ€hrlich und verwirrt gezeigt worden. Dies habe sich in jenen Staffeln durch ihre Waghalsigkeit, einen labilen Geist, einen Mangel an HandlungsfĂ€higkeit und Autonomie sowie verstörende Bilder von unfreiwilliger Inhaftierung in psychiatrischen Einrichtungen geĂ€uĂert. Wondemaghen widersprach damit auch ausdrĂŒcklich den Aussagen von Carrie-Darstellerin Claire Danes und Jamie Stiehm, der an der bipolaren Störung erkrankten Schwester der Drehbuchautorin Meredith Stiehm. Sie hatten vorher medial geĂ€uĂert, dass BipolaritĂ€t in der Serie nicht nur ein Gimmick sei, sondern sich nahe an einer glĂ€nzenden und lebhaften Darstellung bewege und von âmehr Respektâ vor der Krankheit geprĂ€gt sei.cite-ref-100[100]
Islamfeindlichkeit und Orientalismus
Wiederholt gab es im Laufe der Erstausstrahlungsdauer Kritik mit dem Vorwurf gegen die Serie, islamophobe Klischees zu bedienen. Zum Beispiel kritisierte die Journalistin und Al-Jazeera-Produzentin Laila al-Arian 2012 im Magazin Salon.com Homeland scharf als âTV's most Islamophobic showâ, als âislamfeindlichste Fernsehserieâ. SĂ€mtliche Stereotypen ĂŒber den Islam und Muslime wĂŒrden darin bekrĂ€ftigt, und es wĂŒrde âad nauseamâ gezeigt, dass niemand vertrauenswĂŒrdig sei, der per Rasse oder Glaube als Muslim gekennzeichnet werde.cite-ref-101[101] Gegen die Kritik wandte sich auch der durch seinen Kampf gegen den islamischen Antisemitismus bekannte Autor Yair Rosenberg in einem Artikel, der bei The Atlantic erschien: Die Serie wĂŒrde die Stereotypen bzw. Vorurteile der Zuschauer nicht bestĂ€tigen, sondern herausfordern. Es stimme nicht, dass alle Muslime und Araber in der Serie Terroristen oder von anderem schlechten Ruf seien, etwa weil es mit der Figur Danny Galvez auch einen libanesisch-muslimischen CIA-Mitarbeiter gebe, der sich einem Terrorangriff entgegenstelle.cite-ref-102[102]
Der in New York lehrende Politikwissenschaftler Joseph Massad kritisierte die Serie in einem Online-Beitrag fĂŒr Al Jazeera und befand dabei ihre ârassische Strukturâ als Reflexion von âamerikanischen und israelischen Fantasien von antimuslimischem, amerikanischem Multikulturalismusâ, etwa da der Jude Saul Berenson mit einer indischen, braunhĂ€utigen Hindu verheiratet sei.cite-ref-103[103]
Besorgt ĂŒber das touristische Bild des Libanon, kritisierte der libanesische Tourismusminister Faddy Abboud gegenĂŒber der Nachrichtenagentur Associated Press 2012 unter anderem die Darstellung der Hamra Street in Beirut durch die Serie als nicht realitĂ€tsgetreu. Sie werde in der zweiten Episode der zweiten Staffel als von Milizen belagert dargestellt, obwohl sie in Wirklichkeit eine beliebte innerstĂ€dtische Gegend mit CafĂ©s und Bars sei.cite-ref-104[104] Die Filmemacherin und Aktivistin Laura Durkay bekrĂ€ftigte 2014 in der Washington Post die Kritiken von al-Arian und Abboud und meinte unter der Ăberschrift, Homeland sei die âscheinheiligste Fernsehserieâ, weiter: Die Serie wĂŒrde jegliche Manifestation des politischen Islam, von Arabern, Muslimen und dem ganzen Mittleren Osten zu einer monströsen, globalen, terroristischen Bedrohung vermischen, die es so in der RealitĂ€t nicht gebe. Zum Beispiel impliziere die zweite Staffel eine Kooperation zwischen dem Terrornetzwerk al-Qaida und der Miliz Hisbollah, obwohl diese in der RealitĂ€t in Konflikt zueinander stĂŒnden.cite-ref-105[105]
Im Rahmen der Produktion der fĂŒnften Staffel bekamen drei Graffiti-KĂŒnstler in Berlin den Auftrag, ein Homeland-Filmset mittels Graffiti in arabischer Schrift authentisch und wie ein libanesisches FlĂŒchtlingslager erscheinen zu lassen. Dass die KĂŒnstler mit den auf HĂ€userwĂ€nden geschaffenen SchriftzĂŒgen dann aber die Serie kritisierten, wurde den Homeland-Schöpfern â durch Mitteilungen von Zuschauern â erst bei der Erstausstrahlung der betreffenden Episode Drecksarbeit (The Tradition of Hospitality) bekannt. Die Graffiti bedeuten so viel wie âHomeland ist ein Schwindelâ und âHomeland ist rassistischâcite-ref-107[107] und dienten ihren Urhebern dazu, die Serie als âinakkurat, undifferenziert und hoch voreingenommen hinsichtlich der Darstellung von Arabern, Pakistanern und Afghanenâ anzuprangern, wie es in ihrer anschlieĂenden, von der Washington Post zitierten Stellungnahme hieĂ.cite-ref-108[108]
Der US-amerikanische Medienwissenschaftler James Castonguay vertrat in einem 2015 erschienenen Essay die Ansicht, dass die Serie die Zuschauer zwar dazu anrege, ihre Vorurteile in Frage zu stellen, diese stereotypischen Annahmen letztlich aber bestĂ€tige. Beispielhaft dafĂŒr sei die Geschichte von Nicholas Brody, dessen Zuwendung zum Islam als Voraussetzung dafĂŒr gezeigt werde, ein Terrorist zu werden. Die Serie verwende die anfĂ€ngliche Ăberraschung des Zuschauers darĂŒber, einen weiĂen US-Marinesoldaten beim Verehren Allahs zu sehen, indem sie die stereotypische Annahme, Nicholasâ Glaube sei Anzeichen fĂŒr einen Terroristen, vorwegnehme und widerlege. Letztendlich mache Homeland das vertraute Bild vom militanten muslimischen Terroristen erneut deutlich, verstĂ€rke es und erweitere es. AuĂerdem meinte Castonguay, dass Homeland ein signifikant schmaleres Spektrum an muslimischen und arabischen Figuren als 24 biete. Zudem erweitere die Serie problematischerweise das vertraute rassische und nationale Profil des muslimischen Terroristen ĂŒber einen dunkelhĂ€utigen, nahöstlichen mĂ€nnlichen Muslim hinaus und schlieĂe auch afroamerikanische US-Marines und weiĂe Amerikanerinnen mit ein. Die AllgegenwĂ€rtigkeit des muslimischen Feindes in der Serie, aber auch die enge Zusammenarbeit des Homeland-Stabs mit der CIA, trĂŒgen zu einer ideologischen Arbeit bei, die die âaggressiven Antiterror-MaĂnahmenâ der Obama-Regierung begĂŒnstige; Homeland funktioniere insofern als ein âPropaganda-Armâ fĂŒr von der Obama-Regierung gefĂŒhrte, sogenannte âschmutzige Kriegeâ.cite-ref-109[109]
Im Vorspann der Episoden der sechsten Staffel ist ein langer Satz aus dem Gedicht The Revolution Will Not Be Televised zu hören, welches von dem Dichter und Antirassismus-Aktivisten Gil Scott-Heron stammt. Zudem enthĂ€lt der Vorspann Aussagen von Jeremy Scahill und Glenn Greenwald, zwei Mitherausgebern der publizistischen Webseite The Intercept, in denen es unter anderem um âBrutalitĂ€t gegen Protestierendeâ und um muslimische Gemeinden geht, die sich im Fokus von CIA und FBI befinden. Der Inhalt des Vorspanns veranlasste den Literaturwissenschaftler Brian T. Edwards zu den Interpretationen, Homeland reagiere mit der Staffel auf die erhaltene Kritik, wolle nun zeigen, nicht oder nicht mehr rassistisch zu sein, und schwenke zunehmend in die politisch linke Richtung ein. Als weitere Belege fĂŒr seine Deutungen dienten Edwards die Handlung, in der Carrie Mathison muslimische Amerikaner gegen Stereotypisierung verteidigt, und die Entscheidung des Showrunners Gansa, den Professor Ramzi Kassem fĂŒr die Staffel als Berater zu engagieren, nachdem Kassem die Serie wegen ihrer Darstellung von Muslimen öffentlich kritisiert hatte. Allerdings, so Edwards im Los Angeles Review of Books, betone die Staffel durch den Handlungsstrang um den âkarikaturĂ€hnlichenâ, muslimischen Schurken Majid Javadi jenen Orientalismus, den sie zu zerlegen versuche. Weiter meinte Edwards im MĂ€rz 2017, dass die Entwicklung von Homeland hin zu einer Einstellung, die sich gegen Racial Profiling richte, die Serie dem âdemokratischen Mainstreamâ zuordne. Dies sei vor dem Hintergrund des inlĂ€ndischen Widerstands gegen das Dekret der Trump-Regierung aus dem Januar 2017 zu verstehen, welches die Einreise aus sieben mehrheitlich muslimischen Staaten verbietet.cite-ref-110[110]
Auszeichnungen
â
Hauptartikel
:
Liste der Auszeichnungen der Fernsehserie Homeland
Die Serie wurde ĂŒber 150-mal fĂŒr Preise nominiert und ĂŒber 40-mal prĂ€miert. Dabei konzentrieren sich die Auszeichnungen auf die frĂŒhen Staffeln. Bei den Primetime Emmy Awards zum Beispiel entfallen circa die HĂ€lfte der insgesamt 40 Nominierungen sowie alle acht PrĂ€mierungen auf die ersten beiden Staffeln (Stand: 3. August 2020). In der fĂŒr dramatische Fernsehserien wichtigsten Kategorie Beste Dramaserie gewann die Serie den Emmy gleich fĂŒr die erste Staffel (2012), fĂŒr die Staffeln 2, 4 und 5 blieb es bei Nominierungen. Claire Danes, fĂŒr jede der ersten fĂŒnf Staffeln als Beste Hauptdarstellerin in einer Dramaserie fĂŒr den Emmy vorgeschlagen, gewann ihn fĂŒr die ersten beiden Staffeln. Damian Lewis erhielt â bei insgesamt zwei Nominierungen â die PrĂ€mierung als bester Hauptdarsteller fĂŒr die erste Staffel. Zwei Emmy-PrĂ€mierungen gab es ĂŒberdies fĂŒr das Beste Drehbuch in einer Dramaserie und je einen weiteren Emmy fĂŒr den Bildschnitt und die Besetzung. 5-mal fĂŒr einen Emmy nominiert wurde Lesli Linka Glatter fĂŒr die Beste Regie, 4-mal nominiert wurde Mandy Patinkin als Bester Nebendarsteller.cite-ref-auszeichnungen-111-0[111]
Bei den Golden Globe Awards, die im Gegensatz zu den Emmys fĂŒr das abgelaufene Kalenderjahr vergeben werden, war die Serie bei acht Nominierungen mit fĂŒnf Preisen erfolgreich. Von den PrĂ€mierungen entfallen je zwei auf die Kategorien Beste Dramaserie (2012, 2013) und â fĂŒr Claire Danes â Beste Hauptdarstellerin in einer Dramaserie (ebenfalls 2012 und 2013); zudem erhielt Damian Lewis den Preis als Bester Hauptdarsteller in einer Dramaserie 2012.cite-ref-auszeichnungen-111-1[111]
Das American Film Institute nahm die Serie 2011, 2012 und 2015 in seine Liste der besten Serien des Jahres auf und nannte sie dabei zum Beispiel âa taut and timely tale of homeland insecurityâ (Deutsch: âeine straffe und zeitgemĂ€Ăe ErzĂ€hlung ĂŒber die Unsicherheit der Heimatâ).cite-ref-112[112] Geehrt wurde die Serie ĂŒberdies mit den Preisen der Gewerkschaften der Regisseure (acht Nominierungen / eine PrĂ€mierung), der kĂŒnstlerischen Leiter (3 / 0), der Produzenten (3 / 1), der Schauspieler (13 / 1) und der Drehbuchautoren (7 / 3). Zu den weiteren US-amerikanischen Auszeichnungen gehören der TV Guide Award, der Peopleâs Choice Award, der Humanitas-Preis, der Satellite Award, der Golden Reel Award, der Edgar Allan Poe Award sowie der Peabody Award, dessen Vergabe wie folgt begrĂŒndet wurde:cite-ref-auszeichnungen-111-2[111]cite-ref-peabody-113-0[113]
âCombining a dense tangle of plot lines with complex characters, Homeland is a game of cat and mouse, a surprisingly compassionate psychological thriller and a Rorschach test of our post-9/11 doubts, fears and suspicions. For its tension-filled take on American life in the long wake of the war on terror, Homeland receives a Peabody award.â
âAls Kombination aus einem dichten Geflecht von HandlungsstrĂ€ngen mit komplexen Charakteren ist Homeland ein Katz-und-Maus-Spiel, ein ĂŒberraschend anteilnehmender Psychothriller und ein Rorschachtest unserer Zweifel, Ăngste und VerdĂ€chtigungen nach dem 11. September 2001. FĂŒr ihren spannungsvollen Blick auf das amerikanische Leben wĂ€hrend der langen Nachwirkungen des Krieges gegen den Terror erhĂ€lt Homeland einen Peabody Award.â
â
WĂŒrdigung zur Vergabe des Peabody Awards 2011
Auszeichnungen gab es auch aus anderen LÀndern. Zu den Preisen, mit denen die Serie prÀmiert wurde, gehören der dÀnische Robert, der chinesische Magnolia Award und der britische Dagger Award.cite-ref-auszeichnungen-111-3[111]
Die Writers Guild of America fĂŒhrt Homeland in ihrer 2013 erschienenen Liste der 101 bestgeschriebenen Fernsehserien aller Zeiten auf dem 48. Platz.cite-ref-114[114]cite-ref-115[115] In der Rangliste der 100 besten Fernsehserien des 21. Jahrhunderts, 2021 durch die Kulturredaktion der BBC veröffentlicht, ist Homeland auf dem 46. Platz enthalten.cite-ref-116[116]
Romane
Die Serie wurde fĂŒr zwei Romane adaptiert, die beide vor Beginn der Handlung der Fernsehserie spielen:
âą Andrew Kaplan: Carries Jagd, Heyne Verlag 2013, ISBN 978-3-453-26922-4 (Englisch: Carrieâs Run, Harper 2013)
âą Andrew Kaplan: Sauls Plan, Cross Cult 2015, ISBN 978-3-86425-427-7 (Englisch: Saulâs Game, Harper 2014)
Literatur
âą Robert Abele: Under Suspicion â Produktionsbericht auf der WebprĂ€senz der Directors Guild of America, 2012
âą Robert Arp (Hrsg.): Homeland and Philosophy. For Your Minds Only. Open Court Publishing, Chicago 2014, ISBN 978-0-8126-9883-1
âą Deutsche Ausgabe: Die Philosophie bei Homeland. Moralische und ethische Fragen im Kampf gegen den Terror. Wiley-VCH Verlag, Weinheim 2016, ISBN 978-3-527-50868-6
âą Pablo Echart, Pablo Castrillo: Homeland: Fear and Distrust as Key Elements of the Post-9/11 Political-Spy Thriller. In: Alberto N. GarcĂa (Hrsg.): Emotions in Contemporary TV Series. Palgrave Macmillan, London 2016, ISBN 978-1-137-56885-4, S. 189â204
âą Brian T. Edwards: Moving Target: Is âHomelandâ Still Racist?, Los Angeles Review of Books, MĂ€rz 2017
âą Lars Koch: Terror 3.0 - 'Homeland' und die Entgrenzung des Verdachts. In: POP. Kultur & Kritik Nr. 3/2013, S. 17â21
âą Diane Negra, Jorie Lagerwey (Hrsg.): Cinema Journal Nr. 4/2015 (54. Jg.), S. 126â160 (mit mehreren BeitrĂ€gen ĂŒber Homeland)
⹠Daniela Otto: Pathologien des Terrors. Homeland als Beitrag zur kollektiven TraumabewÀltigung. In: Oliver Jahraus, Stephan Packard, Bernd Scheffer (Hrsg.): Medienobservationen (ISSN 1612-7315) von 2013
âą Susan Williams: The Unbearable Weight of Truth: Carrie in Homeland, in: Jung Journal, Culture & Psyche Nr. 3/2017 (11. Jg.), S. 26â42
âą Meron Wondemaghen: Homeland and its use of bipolar disorder for sensationalist and dramatic effect. In: Social Semiotics Nr. 2/2019 (29. Jg.), S. 131â144
âą Michaela WĂŒnsch: Temporalities of Trauma in Hatufim and Homeland, in: Johanna Fassl, Caroline Wiedmer (Hrsg.): intervalla: platform for intellectual exchange, Vol. 2, 2014/15: Trauma, Abstraction, and Creativity (ISSN 2296-3413), S. 108â122
âą Anat Zanger: Between Homeland and Prisoners of War: remaking terror. In: Continuum: Journal of Media & Cultural Studies Nr. 5/2015 (29. Jg.), S. 731â742
WeiterfĂŒhrend:
âą Pauline BlistĂšne, Olivier Chopin: Homeland : lâennemi, la menace et la guerre contre la terreur, in: TV/Series Nr. 9/2016 (französisch)
âą Sean Higgins: The Haunting of âHomelandâ, Los Angeles Review of Books, Oktober 2012
âą Matt Hurwitz: Homeland Revealed. Chronicle Books, San Francisco 2014, ISBN 978-1-4521-2840-5
âą Delphine Letort: Conspiracy culture in Homeland (2011â2015), in: Media, War & Conflict Nr. 2/2017 (10. Jg.), S. 152â167
âą Greta Olson: Visual Unreliability and the Questioning of Security Measures in Homeland, in: InVisible Culture: An Electronic Journal for Visual Culture Nr. 25, vom 3. April 2017
âą Louise Katherine Pears: Terrorists, Heroes and Homeland: How race and gender are negotiated to create meaning in terrorism TV (PDF; 1887 kB), Dissertation, University of Leeds 2018 (Buchdaten)
⹠Alexis Pichard: Homeland : un antidote à la guerre contre le terrorisme? in: TV/Series Nr. 9/2016 (französisch)
âą Margaret Tally: The Rise of the Anti-Heroine in TV's Third Golden Age, Cambridge Scholars Publishing, Cambridge 2016, ISBN 978-1-4438-9936-9, S. 32â39
Weblinks
âą Homeland bei IMDb
âą Offizielle Website von Showtime
âą Homeland bei Rotten Tomatoes (englisch)
âą Homeland bei Metacritic (englisch)
âą Homeland bei TheFutonCritic.com
âą Homeland bei Fernsehserien.de
⹠Videos der VorspÀnne der Homeland-Staffeln, auf der WebprÀsenz der TCG Studios
Einzelnachweise
cite-note-11. Episode 12 hat eine abweichende LĂ€nge von ca. 84 Minuten
cite-note-33. â Steven Shapiro: Homelandâs Crisis of Middle-Class Transformation. In: Negra und Lagerwey 2015, S. 152â158, hier: S. 153
cite-note-42. zitiert nach Susan Williams: The Unbearable Weight of Truth: Carrie in Homeland, in: Jung Journal, Culture & Psyche Nr. 3/2017 (11. Jg.), S. 26â42, hier: S. 31
cite-note-55. â Susan Williams: The Unbearable Weight of Truth: Carrie in Homeland, in: Jung Journal, Culture & Psyche Nr. 3/2017 (11. Jg.), S. 26â42, hier: S. 31 f.
cite-note-66. â John V. Karavitis: Die Selbstzerstörungsoption, in: Arp 2016 (dt. Ausgabe), S. 60 ff., hier: S. 67
cite-note-88. â Nellie Andreeva: David Nevins On The Move At Showtime: Picks Up Thriller From Howard Gordon, in: Deadline.com vom 19. Sep. 2019, abgerufen am 3. Nov. 2019
cite-note-99. â 'Homeland' Declassified: Battles, Backlash, CIA Meetings and a Secret Call With Edward Snowden hollywoodreporter.com, abgerufen am 18. April 2021
cite-note-jeffery2011-1010. â Morgan Jeffery: Morena Baccarin joins 'Homeland' cast, in: Digital Spy vom 6. Januar 2011, abgerufen am 3. Nov. 2019
cite-note-1212. â John Jurgensen: The Making of TV's Hottest Drama, in: The Wall Street Journal vom 20. Sep. 2012, abgerufen am 4. Aug. 2019
cite-note-paskin-1313. â Willa Paskin: The Creators of âHomelandâ Exorcise the Ghost of â24â, in: The New York Times Magazine vom 26. Sep. 2012, abgerufen am 29. Nov. 2019
cite-note-1414. â Hamed Aleaziz: Interrogating the Creators of âHomelandâ, in: Mother Jones vom 4. Nov. 2011, abgerufen am 3. Nov. 2019
cite-note-lacob-1515. â Jace Lacob: âHomelandâ and âShamelessâ: Television Tackles Bipolar Disorder With Realism, in: The Daily Beast vom 10. April 2012, zuletzt aktualisiert am 13. Juli 2017, abgerufen am 9. Nov. 2019
cite-note-1616. â Julie Miller: Unlike Carrie, the Homeland Writers Were Totally Ready to Give Up on Brody Last Season, in: Vanity Fair vom 14. August 2013, abgerufen am 28. Okt. 2019
cite-note-blake2013-1717. â Meredith Blake: âHomelandâ adjusts in Season 3 after last yearâs explosions, in: Los Angeles Times vom 28. Sep. 2013, abgerufen am 31. Okt. 2019
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